Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Programmablauf:

Begrüßung durch die Gemeinde Harrislee
Ansprache der Arbeitsgruppe Harrislee-Bahnhof
Beiträge von Schülerinnen und Schülern der Duborg-Skolen und der Zentralschule Harrislee
Kranzniederlegung

Veranstaltung der Arbeitsgruppe „Harrislee-Bahnhof“

Sabine Friedrich: „Wer wir sind“. Der Roman zum deutschen Widerstand

Rote Kapelle, kommunistische Gruppen, Weiße Rose, Kreisauer Kreis, 20. Juli: So wie hier sind sie uns noch nie begegnet, die Moltkes und die Stauffenberg-Brüder, die Bonhoeffers, Harnacks und Dohnanyis, die Schulze-Boysens, Schumachers, Coppis und all die anderen vielfältig miteinander verbundenen Männer und Frauen der deutschen Opposition gegen Hitler.

Vor uns entrollt sich ein gewaltiges Panorama. Vom Kaiserreich bis in die Nachkriegszeit spannt sich der Bogen, von den Schlössern Ostelbiens zu den Seen Wisconsins, von Künstlerateliers und Kleingartensiedlungen zu den großbürgerlichen Villen des Berliner Westens, von Londoner Ministerien bis an die Ostfront und in den Schuppen von Plötzensee.
Dabei umkreist der Roman grundsätzliche und zeitübergreifende Fragen nach den Bedingungen menschlicher Existenz, denen keine Generation ausweichen kann.

Wie sich Menschen in Extremsituationen verhalten und „Was sie zu Widerständlern macht“, darum gehe es in ihrem Roman „Wer wir sind“, sagt die Schriftstellerin Sabine Friedrich. Ihr Werk thematisiert die ganze Bandbreite des deutschen Widerstands in der NS-Zeit.

Stilles Gedenken und Vortrag in Ladelund

Stilles Gedenken an den Gräbern der verstorbenen KZ-Häftlinge.

Anschließend Vortrag von Henning Röhl „Antisemitismus – schon wieder?

77. Jahrestag der Wannseekonferenz – Interreligiöser Dialog 2

Fortsetzung des Dialogs aus dem Dezember zum Thema „Menschenrechte, Menschenverachtung und die Rolle der Religionen“. Diesmal mit Walter Joshua Pannbacker vom Landesverband der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holstein.

Gegen das Vergessen

Erinnern ist eine Brücke in die Zukunft

Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ist der 27. Januar seit 1996 als Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz ofzieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

In seinem Aufruf führte Roman Herzog aus:
„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu fi nden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ Gegen das Vergessen weiterlesen »

Engagement, Seminare, Tagungen udn Urlaub – Das Jahresprogramm für Heideruh 2019

13. Januar 2019

Heideruh ist ein historisches, ein einmaliges, ein vielfältiges und ein politisches Projekt, dass ein klares Konzept gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Sexismus, gegen Populismus und Vereinzelung hat.

Der Rechtsruck in Deutschland und Europa ist nicht mehr nur eine Gefahr, eine Bedrohung, nein er hat sich etabliert und ist fester Bestandteil geworden. Heideruh trägt seinen Anteil dazu bei, dass alle antifaschistisch Gesinnten einen Ort zur Bildung, Begegnung und Vernetzung haben, um dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzen und Alternativen zu entwickeln. Die Veranstaltungen „Bildung gegen Rechts“ bieten dazu neue Möglichkeiten. Engagement, Seminare, Tagungen udn Urlaub – Das Jahresprogramm für Heideruh 2019 weiterlesen »

An die Nachgeborenen – Lieder gegen Krieg und Faschismus

Die Erinnerung muss zur Wachsamkeit werden

„Wenn von Verfolgten des Nazi-Regimes die Rede ist, tauchen im öffentlichen Bewußtsein fast ausschließlich Bilder vom Holocaust auf. Der Name „Auschwitz“ steht für dieses unvergleichbare Verbrechen der systematischen Ermordung von Millionen jüdischer Menschen …Doch wer weiß schon etwas davon, dass behinderte Menschen in sogenannten „Heil und Pflegeanstalten“ zu Zehntausenden vergast wurden, dass Roma und Sinti An die Nachgeborenen – Lieder gegen Krieg und Faschismus weiterlesen »

ZEIT-ZEUGE Nr. 16 – Dez. 2018

30. Dezember 2018

Schwerpunktthemen:
Aufrüstung stoppen!
1. September: ANTIKRIEGSTAG
25 Jahre Friedensratschlag
Wir sind nicht still, wir sind laut!
Food no Bombs, Lübeck
Verbrannte Orte
Zeit des Erinnerns – Für die Zukunft
• ZEIT-ZEUGE Nr. 16 als PDF >

Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein – Wanderausstellung

23. Oktober 2018

Zerstörte Synagogen und verwüstete Geschäfte mit zerschlagenen Fensterscheiben gaben der „Reichskristallnacht“ vom 9. November 1938 ihren verharmlosenden Namen. Mit einer Ausstellung und einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm wollen wir an das Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung im Nazi-Deutschland erinnern und darauf hinwirken, dass sich solch ein gesellschaftliches Verbrechen nicht wiederholt.

Die Ausstellung Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein zeigt das jüdische Leben von der Jahrhundertwende bis zu seiner Zerstörung durch die Gräuel der Nazizeit. Sie wurde von Prof. Dr. Gerhard Paul, EUF, in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung (jetzt Landesbeauftragter für politische Bildung) erarbeitet und vom Landesarchiv Schleswig-Holstein konzipiert und gestaltet. Die Ausstellung erzählt durch Bilder und Texte vom Schicksal schleswig-holsteinischer Familien jüdischen Glaubens und stellt so facettenreich die Schrecknisse der Reichspogromnacht dar.

Vor aller Augen. Judenverfolgung in Flensburg während der NS-Zeit

Vortrag von Dr. habil. Bettina Goldberg
Die Verfolgung der jüdischen Minderheit in Deutschland erreichte mit dem Novemberpogrom 1938 einen ersten Höhepunkt. Begonnen hatte sie aber bereits 1933, als die Nationalsozialisten am 1. April reichsweit einen Boykott jüdischer Geschäfte, Rechtsanwaltskanzleien und Arztpraxen durchführten und damit die erste zentral geleitete antijüdische Aktion im Dritten Reich.

Die Historikerin Dr. habil. Bettina Goldberg zeichnet in ihrem Vortrag das Schicksal der damals in Flensburg ansässigen Juden nach.
Ihren Ausführungen liegen sowohl Berichte von Betroffenen als auch Akten der Täterseite zugrunde.
Dienstag, 6. November, 18.00 Uhr in der Nikolaikirche

Argumentieren gegen populistische Sprüche und diskriminierende Äußerungen

Interaktiver Vortrag mit Jürgen Schlicher, Politologe und Anti-Rassismus-Trainer
Jeder kennt das: Menschen werden mit platten Parolen und diskriminierenden Sprüchen beschimpft, nur weil sie aus einem anderen Land kommen oder anders aussehen. Und oft ist es erschreckend schwierig, solchen „Parolen“ etwas entgegenzusetzen. Der Vortrag soll helfen, in solchen Situationen besser zu bestehen, und dazu ermutigen, für Toleranz und eine demokratische Kultur einzutreten.
Donnerstag, 8. November, 20.00 Uhr im Audimax

Mein Schatten ringt mit deinem Schrei“ (Paul Celan)

Choreo-Drama, Choreographie und Regie: Stela Korljan
Ein Projekt gegen das Vergessen mit Ensemble der Schauspielakademie „Artrium“ Hamburg.
Stela Korljan versteht es, Grenzen zu sprengen: zwischen den Disziplinen auf der Bühne, zwischen den Generationen und zwischen den Zeiten. Mit ihrem Choreo-Drama und Darsteller/innen der Schauspielakademie „Artrium“ Hamburg nimmt sie das Publikum mit in die Zeit der nationalsozialistischen Verfolgung und stellt sie in das Szenarium, dem unzählige Menschen zum Opfer fielen.
Sonntag, 18. November, 18.00 Uhr, in der Nikolaikirche

Frauenrechte statt rechte Frauen

Der Vortrag von Anne Wizorek, Netzaktivistin und Autorin, wirft einen Blick auf die Rolle von Frauen im Rechtsruck.
Dabei geht es z.B. um die versuchte Vereinnahmung von Frauenrechten durch rechte Parteien und Bewegungen und darum wie Geschlechterthemen auch generell als Kitt für deren rassistische Agenda fungieren.
Zum anderen wird behandelt, welche – oft übersehenen – Rollen Frauen im Hintergrund rechter Bewegungen erfüllen.
Dienstag, 20.November, 19.30 Uhr im Audimax

Trägerkreis und Veranstalter: Der Trägerkreis „erinnern um zu lernen – gedenken um zu verändern“ organisiert seit 1998 regelmäßig Veranstaltungsreihen zum Thema Opfer des Nationalsozialismus und Widerstand gegen das Nazi-Regime.
Dem Trägerkreis gehören an: Evangelische Studierenden Gemeinde Flensburg, Frauenwerk Kirchenkreis Schleswig-Flensburg und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Flensburg.
Unterstützt wird die Flensburger Themenreihe im Jahr 2018 von der Kirchengemeinde Sankt Nikolai Flensburg, dem Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein, der Europa-Universität und Hochschule Flensburg und ihren Gleichstellungsbeauftragten, dem Kirchenkreis Schleswig-Flensburg und seinen Flüchtlingsbeauftragten, dem Kulturbüro der Stadt Flensburg, der Kulturstiftung Schlewig-Holstein, dem DGB Region Schleswig-Holstein Nordwest,der IG Metall Flensburg und den Gleichstellungsbauftragten FL und Harrislee.

Flyer zur Veranstaltungsreihe während der Wanderausstellung (PDF)

Hindenburg als Namensgeber für den Sylter Damm?

Der Historiker und Jurist Dr. Klaus Bästlein referiert über die historische Rolle Hindenburgs. Das „Bündnis gegen Rechts NF“ problematisiert damit, dass der Sylter Damm immer noch dessen Namen trägt.

Der 1847 geborene Hindenburg hatte eine Bilderbuchkarriere als Soldat absolviert und trat als General 1911 in den Ruhestand. 1914 wurde er remobilisiert und reklamierte den Sieg in der Schlacht von Tannenberg für sich. Auf Grund seiner Popularität verwandelte er Deutschland ab 1916 in eine Militärdiktatur. Nach 1918 verbreitete er die Dolchstoßlegende, der zur Folge die Heimat der kämpfenden Front durch Streiks und Aufruhr in den Rücken gefallen war.

1919 ging Hindenburg erneut in Pension, um sich 1925 zum Reichspräsidenten wählen zu lassen. Ab 1930 zerstörte er als „Ersatzkaiser“ die Weimarer Repu-blik durch Präsidialkabinette und regierte mit Notverordnungen. 1933 ernannte er Hitler zum Reichskanzler. Mit dessen Politik war Hindenburg durchweg einverstanden und tolerierte den NS-Terror. Er starb Anfang August 1934.

In den letzten Jahren sind Hindenburg-Straßen, -Plätze und -Kasernen daher überall umbenannt worden. Nur in Nordfriesland wird ein erklärter Anti-Demo-krat weiter geehrt. Die Veranstaltung möchte den Anstoß dazu geben, dass der Kreis Nordfriesland, das Land Schleswig-Holstein und der Bund die Bahn endlich dazu veranlassen, eine Umbenennung des Sylter Damms vorzunehmen.

Veranstalter ist das „BgR – Bündnis gegen Rechts Nordfriesland“

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