Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

18:00 Uhr
stilles Gedenken an den Gräbern der
verstorbenen KZ-Häftlinge
18:30 Uhr
Vortrag von
Dietlind Jochims
Kein Gesetz, aber Recht: Schutzraum
Kirchenasyl
anschließend
kleiner lmbiss
Aussprache und Diskussion

Kein Gesetz, aber Recht: Schutzraum Kirchenasyl

Kirche ist ein Schutzraum. Was seit Jahrhunderten zur christlichen Tradition gehört, gewinnt aktuell erneut an politischer Brisanz. Während wieder vermehrt Geflüchtete in Europa ankommen, steigt auch die Zahl der Kirchenasyle in Deutschland, Dadurch werden Menschen vor Abschiebung in Lebensgefahr, Folter, Obdachlosig keit oder andere Menschenrechtsverletzungen bewahrt. In welcher Form Kirchen solche Schutzräume für Geflüchtete eröffnen dürfen oder nicht, wird derzeit von diversen Vertreter_innen in Kirche und Politik diskutiert. So kontrovers die Debatte sein mag: Fest steht zumindest, dass der Staat die Praxis des Kirchenasyls grundsätzlich toleriert. Gerade in einem demokratischen Rechtsstaat ist es unverzichtbar, dass Menschen behördliches Handeln in Frage stellen – zum Schutz von Menschenrechten und Menschenleben.
Die Referentin:
Dietlind Jochims ist Pastorin und seit August 2014 Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche und seit September 2OL4 Vorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V. Davor war sie Pastorin in den Hamburger Stadtteilen Billstedt, St. Pauli und Neuallermöhe sowie in der Notfallseelsorge.
Ihre Gemeinde hat mehrfach Kirchenasyle beherbergt.
Dieser Vortrag war ursprünglich im Sommer 2015  geplant, musste jedoch verschoben werden.

Zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus des Landes Schleswig-Holstein

Begrüßung
Klaus Schlie, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages

Gedenkrede
S.E. Wladimir M. Grinin, Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland

Interreligiöses Gebet
Landesrabbiner Dov-Levy Barsilay und Generalvikar Ansgar Thim

Schlusswort
Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim

Musikalischer Rahmen
Holzbläserquintett des Marinemusikkorps Kiel

Mahnwache mit Kundgebung – Nein zum Krieg gegen Syrien – Militärische Aufklärung ist Beihilfe zum Mord

Aufruf der DFG-VK

Informationsveranstaltung mit Lühr Henken (Bundesausschuß Friedensratschlag)

Unser Referent Lühr Henken ist im Bundesausschuß Friedensratschlag aktiv und Mitglied der DFG-VK. Er wird über die Stationierung der Drohnen in Jagel berichten, Ihre Fragen gerne beantworten und mit Ihnen diskutieren.

Eine Veranstaltung der DFG-VK

Einladung DFG-VK (PDF)

Ausstellungseröffnung – Die rote Kapelle

Intellektuelle, Künstler, Arbeiter, Angestellte, Studenten, Professoren, Soldaten, Offiziere, Kommunisten, Sozialisten und Christen – Frauen und Männer unterschiedlicher sozialer Herkunft mit verschiedenen politischen und weltanschaulichen Ansichten finden in ihrer Ablehnung zusammen. Ihr Widerstand gegen das Nazi-Regime äußert sich in vielfältigen Formen. Neben der Diskussion politischer, philosophischer und künstlerischer Fragen helfen sie Verfolgten des Naziregimes, dokumentieren Gewaltverbrechen, rufen in Flugschriften zu aktivem und passivem Widerstand auf und verbreiten Klebezettel gegen die antisowjetische Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies“. Es bestehen Kontakte zu Widerstandsgruppen in Berlin und Hamburg, zu Zwangsarbeitern und Vertretern der amerikanischen und sowjetischen Botschaft in Berlin. Durch freundschaftliche Verbindungen einzelner Mitstreiter überschneiden sich 1940/41 die Freundes- und Widerstandskreise. Es entsteht ein großes Netzwerk des deutschen Widerstands.

Im Herbst 1942 nimmt die Gestapo mehr als 120 Frauen und Männer fest und ordnet sie dem Ermittlungs- und Verfolgungskomplex „Rote Kapelle“ zu. 92 der Verhafteten werden vor dem Reichskriegsgericht und Volksgerichtshof angeklagt, 49 von ihnen zum Tode verurteilt, darunter 19 Frauen.

Die von Dr. Hans Coppi im Jahre 2006 konzipierte und von Karl-Heinz Lehmann gestaltete Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand stellt auf zehn Tafeln die Freundes- und Widerstandskreise vor. Diese Präsentation vermittelt eine neue Sicht auf die in der Nachkriegsgeschichte lange Zeit umstrittene Berliner Widerstandsgruppierung.

Die Ausstellung wird am 27. Januar 2016 um 18 Uhr im Rathaus Neumünster eröffnet

18 Uhr Hans Coppi: Bilder einer Ausstellung – Ein antifaschistisches Netzwerk entsteht

19 Uhr Geertje Andresen: Landesverräter oder Helden des Widerstands – die Rote Kapelle in Zeiten des Kalten Krieges

Dr. Geertje Andresen arbeitet von 1985 bis 1995 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin. Gemeinsam mit Hans Coppi veröffentlichte sie 1999 eine Briefbiographie über Harro Schulze-Boysen im Aufbau-Verlag. Zuletzt erschien von ihr „Wer war Oda Schottmüller?“ im Lukas-Verlag, Berlin. Sie lebt als freie Autorin, Redakteurin und Lektorin in Berlin.

Dr. Hans Coppi, Sohn der in Plötzensee hingerichteten Hilde und Hans Coppi, Historiker, freier Mitarbeiter an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin und Vorsitzender der Berliner VVN-BdA, zahlreiche Veröffentlichungen zu Widerstand und Verfolgung der „Roten Kapelle“ und der Arbeiterbewegung, zur Geschichte und den aktuellen Herausforderungen des Antifaschismus im 21. Jahhundert.

Gedenkfeier zum Holocaust Gedenktag

Gedenkfeier zum Holocaust Gedenktag – Ökumenischer Gottesdienst

GEDENKEN »HAFENSTRAßE’96«

Demonstration in Lübeck »REFUGEES WELCOME«

„20 Jahre Hafenstraße“ in Lübeck – einer der folgenschwersten rassistischen Brandanschläge in der BRD

Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus

– Dr. Andreas Tietze, Präses der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
– Marianne Wilke, VVN-BdA
– Lesung. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann
– Musik: Oliver Rau, Violine

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