Die Tage der Demokratie im Kiek In in Neumünster wurden unter Anderem von amtierenden Innenminister Breitner und Oberbürgermeister Tauras am Donnerstag, den 18.9.2014 mit ca. 200 Teilnehmern eröffnet. Der Verein für Toleranz und Zivilcourage hat die Tage der Demokratie veranstaltet, wobei besonders Dieter und Christiane H. für Ihre hervorragende Organisation gedankt werden sollten. Bis Freitag, den 19.9. gab es etliche hochinteressante Seminare und Vorträge. Besonders sollte man die Filme aus dem Giftschrank der NS-Zeit hervorheben, die mit sehr fachkundigen Referenten vorgestellt wurden. Im großen Saal fand der Mark der Möglichkeiten mit Ausstellungen und Infotischen statt. Hier beteiligten sich die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Freies Radio Neumünster, Zentrale Beratungsstelle für Migranten in SH (ZBBS Kiel), Café Vis á Vis mit dem Flüchtlingsrat SH, Runder Tisch u. Elly-Heuss-Knapp-Schule Neumünster mit Filmclips gegen Rechts, Schleswig-Holsteinischer Fußballverband, BeRaNet, Schule ohne Rassismus, Verein Mahnmal Kilian und die Ausstellung Demokratie Stärken-Rechtsextremismus bekämpfen der Friedrich Ebert Stiftung. Für das Bündnis gegen Rechts haben wir uns mit einem Infostand und unserer neuen Ausstellung Neofaschismus in Deutschland beteiligt. Besonders das Wimmelbild der Ausstellung zog Besucher an. Die neue Ausstellung ist deutlich ansprechender als die ältere Version. Den krönenden Abschluss bildete das Konzert mit dem Menschenrechtsaktivisten Heinz Ratz und seiner Band Strom und Wasser. Heinz Ratz tourte mit seiner Band, in die er Musiker aus Flüchtlingsheimen integrierte, durch Europa und machte damit auf die Not der Flüchtlinge aufmerksam. Mit weiteren Aktionen, wie einer Floß Tour, warb er für eine menschliche Behandlung von Flüchtlingen.
Stolpersteinverlegung in Kiel
170 Stolpersteine für Opfer nationalsozialistischer Gewalt wurden in Kiel bereits verlegt. Am Mittwoch, den 1. Oktober kommen 35 weitere dazu.
Die Verlegung am 1. Oktober beginnt um 9:00 Uhr in der Christian-Kruse-Straße 14. Hier lebte Hans Meier, der am 24.10.1940 in Sachsenhausen ums Leben kam. Um 9:30 Uhr werden in der Jungmannstraße 70a fünf Stolpersteine für die Familie Feldmann verlegt. Deren Kinder waren erst 13, zehn und vier Jahre alt, als sie in Auschwitz ermordet wurden. Neben weiteren Opfern soll auch die Familie Grünbaum in der Damperhofstraße 21 sieben Stolpersteine erhalten (Verlegung ca. 11:00 Uhr). Für die Familien Weber, Weidmann und Winzelberg werden am Kleinen Kuhberg 25 gleich fünfzehn Stolpersteine verlegt (ca. 11:30 Uhr). Auch an Erna Rumpf aus der Hummelwiese 1-3 soll ein Stein erinnern (ca. 13:30 Uhr).
Die Stolpersteine sind ein Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig (*1947). Sie sollen die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus – jüdische Bürger, politisch Verfolgte, „Euthanasie“-Opfer und andere – lebendig erhalten. Jeder Stolperstein ist einem Menschen gewidmet, der während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurde. Auf den etwa 10 x 10 Zentimeter großen Stolpersteinen sind kleine Messingplatten mit den Namen und Lebensdaten der Opfer angebracht. Sie werden vor dem letzten frei gewählten Wohnort in das Pflaster des Gehweges eingelassen. Inzwischen liegen in über 900 Städten in Deutschland und siebzehn Ländern Europas über 45.000 Steine.
In Kiel werden seit 2006 jährlich neue Stolpersteine verlegt. Die Verlegung wird in diesem Jahr von Schülerinnen und Schülern der Max-Planck-Schule, des Beruflichen Gymnasium und des Abendgymnasiums des RBZ Wirtschaft.Kiel begleitet. Sie haben mit Unterstützung durch ihre Lehrkräfte und fachkundige Ehrenamtler die Lebensläufe der Opfer recherchiert. Ihre Ergebnisse werden sie bei der Veranstaltung vortragen. Die Stolpersteinverlegung in Kiel wird getragen von der Landeshauptstadt Kiel und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
Fotoausstellung: Willkommen in Kiel?!
Eine Ausstellung der AG Arbeiterfotografie Kiel. Ein Blick aus der Sicht der Gruppe auf die „Willkommenskultur“ in Kiel.
Die Ausstellung wird am 23.9.2014 um 17 Uhr von Cornelia Kerth (Bundessprecherin der VVN-BdA) eröffnet.
Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 27.9. im Holstentörn in Kiel (Karstadt).
Treffen Kieler Friedensforum
Themen:
Folk gegen Krieg und Faschismus
1. September 2014
Antikriegstag, Frieden, Krieg, Veranstaltung
Am Freitag, den 29. Aug. 2014 erlebten wir im Gewerkschaftshaus Kiel im Emma-Sorgenfrey-Foyer einen Liederabend, der mit seinen ausgewählten Texten zum Nachdenken anregte. Die Texte führten uns nicht nur die Sinnlosigkeit der Kriege vor Augen, sondern auch die individuellen Leiden der Menschen. Folk gegen Krieg und Faschismus weiterlesen »
Treffen der VVN-BdA Wedel
Themen u.a.:
- Neofaschismus in Deutschland
- Stolpersteine in Wedel
„Zwischen Hoffnung und Verzweiflung“
Frieden für Palästina
Das palästinensische Flüchtlingslager „Balata“
Zwei palästinensische Sozialarbeiter des Yafa Cultural Centers, Nesreen Bsharat Hajaj und Mohammad Mussimi aus dem Flüchtlingslager „Balata“ bei Nablus berichten über die aktuelle Situation in Palästina und über die Auswirkungen des Gaza-Krieges.
Das Yafa Cultural Center (YCC) wurde 1996 auf Grund einer Initiative des „Committee for the Defence of Palestinian Refugee Rights“ gegründet. Das Kulturzentrum ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die sich um das Wohl der Menschen im Flüchtlingslager Balata kümmert und Aktivitäten im soziokulturellen Bereich, wie Theater- und Musikgruppen, Computer- und Filmkurse, Mal- und Bastelkurse sowie Englischsprachkurse anbietet. Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, Frauen und Senioren. Auch führt das YCC „Empowerment“-Programme für die Zielgruppen durch, um diese in die Lage zu versetzen ihre eigenen Bedürfnisse gewaltfrei zu artikulieren und sie über ihre Bürger- und Menschenrechte aufzuklären.
Der Zivile Friedensdienst der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt den Aufbau und den fortlaufenden Betrieb eines psycho-sozialen Familienzentrums bei der Partnerorganisation Yafa Cultural Center. Ziel des ZFD-Beitrags ist es, den Flüchtlingsfamilien in Balata qualifizierte Unterstützung zur Bewältigung des enormen psychischen Drucks (häufige Razzien der israelischen Besatzungsarmee, polizeiliche Willkür) und der psychischen Belastungen (räumliche Enge, Bewegungseinschränkungen) zukommen zu lassen. Insbesondere Frauen und Kinder leider unter vielfältigen sozialen und psychischen Problemen, die durch Arbeitslosigkeit, Armut, steigende häusliche Gewalt sowie Übergriffe und Inhaftierungen durch israelische Besatzungssoldaten bedingt sind.
Der Sozialarbeiter Mohammad Mussimi, stammt aus dem Flüchtlingslager Balata und wohnt mit seinen Familienangehörigen auch noch dort, ebenso die Eltern und Geschwister der Sozialarbeiterin Nesreen Bsharat Hajaj. Beide Familien leben seit 1950, dem Gründungsjahr des Flüchtlingslager in Balata. Zwischenzeitlich wohnen dort 30 000 Menschen auf einem Quadratkilometer.
Mohammad Mussimi und Nesreen Bsharat Hajaj werden uns einen Einblick in das Leben der palästinensischen Flüchtlinge in Balata geben.
In Kooperation mit Frau Petra Mück Friedensfachkraft des zivilen Friedensdienstes
Herzlichen Glückwunsch liebe Marianne zum 85. Geburtstag,
29. Juli 2014
“Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel”
aus dem “Schwur von Buchenwald”
Liebe Marianne,
Der Schwur von Buchenwald, gesprochen von den überlebenden Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald am Grabe ihrer ermordeten Kameraden, ist für dich von Jugend an Leitlinie deines Lebens. Selbst nur durch glückliche Fügung und Hilfe von Freunden dem KZ Neuengamme entronnen, hast du dir fortan gemeinsam mit Günther und euren Söhnen Jens und Dirk die Forderung „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ zur Aufgabe gemacht. Als Antifaschistin und Kommunistin ist es für dich selbstverständlich, dich politisch zu engagieren. Der Schwerpunkt deines Engagements galt immer der VVN und später der VVN-BdA, wo du dich als Kreisvorsitzende der KV Pinneberg und später als unsere Landesvorsitzende alten und neuen Nazis entgegen stelltest. Herzlichen Glückwunsch liebe Marianne zum 85. Geburtstag, weiterlesen »
Stoppt den Krieg in Gaza – Erklärung des Bundesausschuss Friedensratschlag
25. Juli 2014
Waffenstillstand
Rückzug der israelischen Armee
Einstellung der Raketenangriffe
Friedensbewegung sieht den Westen in der Pflicht Stoppt den Krieg in Gaza – Erklärung des Bundesausschuss Friedensratschlag weiterlesen »














