Demonstration am Antikriegstag

Nacht der 100.000 Kerzen

Mit Gedichten, Informationen und Liedern soll an die Schrecken der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 erinnert werden. Gleichzeitig soll gemahnt und ein Zeichen gesetzt werden für die Forderung nach Abschaffung von Atomwaffen und Abschalten der Atomkraftwerke.

In Wedel, wo die Friedenswerkstatt Wedel bereits seit 1985 jährlich am 6. August um 17 Uhr zur Hiroshima-Mahnwache einlädt, beteiligt sich das Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg auch in diesem Jahr an der bundesweiten „Nacht der 100.000 Kerzen“ mit einer Mahn- und Gedenkveranstaltung. Damit wird an die japanische Tradition angeknüpft, am Hiroshimatag brennende Kerzen auf Gewässern schwimmen zu lassen, ein Symbol für die vielen Menschen, die im kühlenden Wasser des Meeres Rettung vor dem atomaren Feuer suchten.

Am Mühlenteich an der Mühlenstraße (B 431) sollen Lotusblüten aus Papier gefaltet und mit einem Teelicht auf das Wasser gesetzt werden.

69 Jahre nach den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki gibt es trotz erfolgreicher Abrüstungsmaßnahmen immer noch 20.000 Atomwaffen. Zwar schafften es die USA und Russland mit ihrem neuen START-Vertrag von Anfang 2011, die Zahl der atomaren Sprengköpfe und deren Trägersysteme deutlich zu reduzieren. Seitdem sind aber alle Verhandlungen über weitere Abrüstungsschritte ins Stocken geraten.

Die geplante Modernisierung amerikanischer Atomwaffen in Deutschland und anderen europäischen Staaten stoßen verständlicher Weise auf Ablehnung. Neue Atombomben sollen ab 2020 verfügbar sein, die dazugehörigen europäischen Trägersysteme bereits ab 2015 auf eine neue Software umgerüstet werden. Modernisierung und neue Absicherungssysteme für die Atomwaffenlager werden über 10 Milliarden Dollar kosten, an denen sich auch Deutschland beteiligt.

Haupthindernis für weitere atomare Abrüstungsschritte sind die US-Pläne aus der Zeit der Bush- Administration, ein Raketensystem zu schaffen, welches ihr Territorium vor Raketenangriffen zuverlässig schützen und uneingeschränkte Dominanz garantieren wüde. Ein neuer Rüstungswettlauf ist zu befürchten. Obwohl in Verhandlungen keine beiderseitige Einigung mit Russland erzielt werden konnte, ist mit der schrittweisen Stationierung dieses Systems bereits begonnen worden – ab 2020 soll es voll einsatzbereit sein. Die medienwirksame Demagogie des US-Präsidenten bezüglich atomarer Abrüstung steht also im Gegensatz zu den geplanten Aufrüstungsmaßnahmen.

Nur wenn jetzt auf weitere Aufrüstungsschritte verzichtet wird, gibt es für die USA und Russland Chancen, ein neues Wettrüsten zu stoppen und weitere atomare Abrüstungsverhandlungen zum Erfolg zu führen. Dazu wollen wir mit unserer Gedenkveranstaltung auffordern.

Unsere „Nacht der Kerzen“ beginnt am Sonnabend, 9. August 2013, um 20:00 Uhr mit Musik und Basteln der Lotosblüten.

Ab 20:30 Uhr werden Gedichte und Informationstexte vorgetragen. Zu uns sprechen werden Marianne Kolter aus der Anti-Atomkraft- Bewegung und Pastor i.R. Sönke Wandschneider aus Hamburg. Die Friedensandacht hält Pastorin Corinna Haas von der Christuskirche Schulau. Musikalisch begleitet werden wir von Bläsern der Kirchengemeinde und dem Gitarristen Thomas Bender.

Um etwa 21:30 Uhr, bei einsetzender Dunkelheit, beginnt die Lichterprozession an der Mühlenstraße und führt dann direkt am Mühlenteich entlang, wo die gefalteten Lotosblüten mit brennenden Teelichtern auf das Wasser gesetzt werden sollen.

Zu dieser Lichternacht des Gedenkens und Mahnens sind alle herzlich eingeladen. Jede und jeder kann mitmachen. In den Vorjahren zeigte sich, dass auch gerade Kinder durch diese Art des Gedenkens angesprochen sind.

Veranstalter: Das Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg

Nacht der 100.000 Kerzen Wedel 2014 (PDF)

Mahnwache Hiroshima

Abschiebung – Protest in Heideruh

26. Juni 2014

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Ein persönlicher Bericht zur geplanten Abschiebung am 25.06.2014 von Ashraf Y. aus Heideruh nach Ungarn.

Gegen 23 Uhr Ankunft in Heideruh. Die Stimmung vor dem Hauptgebäude der antifaschistischen Begegnungsstätte ist gedrückt. Die Unterstützergruppe der Flüchtenden verabschiedet sich vorsichtshalber schon eine Stunde vor dem Tag der geplanten Abschiebung von Ashraf.

Vor 10 Tagen wurde Ashraf mitgeteilt, er habe sich am 25.6. vor seiner Unterkunft für die Abholung bereit zu halten. Keine Uhrzeit, aber vermutlich – wie in Buchholz üblich – mitten in der Nacht. Flug nach Ungarn ins Gefängnis oder ins Lager. Zahlreiche Gerichte urteilen mittlerweile zugunsten von Flüchtlingen und verhindern eine Abschiebung nach Ungarn aus humanitären Gründen.

Bei dieser Abschiebung ist aber etwas anders. Erfolgen diese „Abholungen“ sonst immer still und ohne dass es jemand bemerkt, sind diese Nacht zahlreiche Menschen nach Heideruh gekommen, um friedlich gegen die menschenunwürdige Abschiebepraxis zu protestieren. Abschiebung – Protest in Heideruh weiterlesen »

Keine Ruhe für Nazis & Rassisten! „Deutsche Stimme zumachen!“ Eindrücke vom Aktionstag in Riesa am 21. Juni 2014

25. Juni 2014

Seit dem Jahr 2000 befindet sich der NPD-Verlag „Deutsche Stimme“ im sächsischen Riesa, einer kleinen Industriestadt zwischen Dresden und Leipzig. Antifaschistische Proteste hatten den Verlag aus seinem bisherigen Standort in Bayern vertrieben. Hier in Riesa hoffte der Nazi-Verlag Ruhe zu finden; eine Hoffnung, die zunächst auch aufging. In einem feinen Stadtviertel hat sich der Verlag, zusammen mit dem Abgeordneten-Büro von NPD-Gansel und einem sogenannten Bürgerbüro breitgemacht, mit einer Adresse, die nicht so recht passen will: Die Straße trägt den Namen der Widerständler gegen das Nazi-Regime „Geschwister-Scholl“! Keine Ruhe für Nazis & Rassisten! „Deutsche Stimme zumachen!“ Eindrücke vom Aktionstag in Riesa am 21. Juni 2014 weiterlesen »

Titanic – Happening

25. Juni 2014

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Nachdem wir das Ende des „Club 88“ in Neumünster gefeiert haben, gingen wir vom Bündnis gegen Rechts die zweite Nazikneipe, die Titanic in NMS an. Sie dient NPD-Kadern, Rechtsradikalen sowie Leuten aus dem kriminellen Rockermilieu als Treffpunkt.

Die Aufführung des Theaterstücks „Der Untergang der Titanic“ von Hans Magnus Enzensberger in der Stadthalle animierte uns zu einem Kunsthappening. Wir hatten ein kitschiges Ölbild der Titanic aufgetrieben und stellten es in eine Badewanne. Titanic – Happening weiterlesen »

After „Club88“ Party

25. Juni 2014

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Nach einer recht kurzen Vorbereitungszeit ist unsere After Club Party am Samstag, den 17.5.2014 im Jugendzentrum AJZ gestiegen. Sie wurde gemeinsam vom Bündnis gegen Rechts und der Aktion Jugendzentrum, die auch das Catering mit einer sehr leckeren, veganen Suppe übernahmen, veranstaltet. Es kamen etwa 140 Besucher, davon ein gutes Dutzend aus dem Bündnis. Es hat Spaß gemacht mit so vielen Jugendlichen das Ende des Clubs 88 (Heil Hitler) zu feiern. Der NDR war auch mit einem Kameramann vertreten. Doch der Reihe nach. After „Club88“ Party weiterlesen »

Stoppt die Eskalation in der Ukraine !

INFORMATIONS-VERANSTALTUNG

mit

Monty Schädel Politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft / Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

und

Sergei Kirichuk Koordinator der linken ukrainischen Organisation „Borotba“

Einladung als PDF

After Club Party

Ein Grund zum Feiern!

Nach fast 18 Jahren ist der „Club 88“ endlich geschlossen und die Lizenz eingezogen worden. Seit 1999 hat unsere nie erlahmende Arbeit im Bündnis gegen Rechts die Naziscene in Neumünster so geschwächt, dass sie den „Club 88“ nicht mehr weiter betrieben und die Betreiber sang-und klanglos abtauchten. Der Club hatte für die Naziszene weit über Neumünster hinaus, bis in den skandinavischen Raum eine Bedeutung. Es gab auch Verbindungen zum NSU.

Dass dieser Schandfleck verschwunden ist, ist ein Grund zum Feiern. Wir wollen unsere

After „Club88“ Party

als       Solidaritätsfete mit der AJZ,  Eintritt 3 €

am       Samstag, den 17.5.2014 ab 18.30 im AJZ

mit Vorträgen, Diskussionen und BGR Präsentation über die Clubgeschichte/Nazistrukturen, Diskussionen über die weitere Arbeit und den Bands:
NOM (HH/Kiel)  Prekariat (NMS)  und REDWITHANGER (Göttingen)

feiern.

Flyer After-Club-Party

Leonhard Frank – Schriftsteller, Pazifist, Antifaschist

Eine Wiederentdeckung Lesung und Vortrag mit Lorenz Gösta Beutin

Vor den Nazis geflohen, seine Bücher verbrannt, wurde Leonhard Frank nach 1945 als „Nestbeschmutzer“ geächtet und geriet in Vergessenheit. Während der Weimarer Republik erreichten seine Bücher hohe Auflagen, sein Drama „Karl und Anna“ wurde auf den Bühnen der Welt aufgeführt.

Im Ersten Weltkrieg emigrierte der Pazifist Frank in die Schweiz, verfasste die Novellensammlung „Der Mensch ist gut“, die zu Hunderttausenden an der Front gelesen wurde. An diesem Nachmittag soll mit der Lesung aus seinen Werken, Vortrag zu seinem Leben zur Wiederentdeckung dieses Schriftstellers angeregt werden.

LORENZ GÖSTA BEUTIN ist Historiker und lebt in der Nähe von Kiel.
Veranstaltungsort: Elmshorn, Bismarckstr. 13, VHS-Haus, Raum 015
Zeit: Samstag, 10. Mai 2014, 16.00 Uhr

In Kooperation mit der Volkshochschule Elmshorn

Einladung als PDF

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