Aktiventreffen Aufstehen gegen Rassismus Schleswig-Holstein

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Hier treffen sich aktive aus Schleswig-Holstein und planen die nächsten Schritte der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus Schleswig-Holstein.

Treffen der VVN-BdA Wedel

In diesen Tagen und Wochen beschäftigen uns einige brisante Themen.

Ich denke da an den Rechtsruck, der durch Europa geht, an die AFD in Deutschland, an die bevorstehenden Wahlen in Schleswig-Holstein und für den Bundestag, an die in diesen Tagen auf der sogenannten Sicherheitskonferenz erneut angeschobene Militarisierung Europas und besonders der Bundesrepublik. Es gibt vieles, das wir einordnen müssen, um unsere Verantwortung als VVN-BdA  wahrzunehmen.

Historisches Versagen – Zum NPD-Verbotsurteil

geschrieben von H. Wadle

24. Januar 2017

An allen Gedenktagen an die Opfer des NS-Regimes, so sicher auch am bevorstehenden 27. Januar, werden von den politisch Verantwortlichen in Deutschland Reden gehalten in denen man die Verbrechen des deutschen Faschismus benennt und ein „Nie wieder!“ verspricht.

Aber wenn es darauf ankommt, die Konsequenzen aus den Millionen Opfern dieses verbrecherischen Regimes zu ziehen und zwar die einfachste und naheliegendste, nämlich dass die dafür verantwortlichen politischen Kräfte nie Gelegenheit erhalten dürfen einen erneuten Anlauf zur Errichtung eines ähnlichen menschenfeindlichen Regimes zu errichten, wird versagt.

Vorsätzlich Versagt

Es wird aber nicht einfach aus Unvermögen, sondern, wenn man das Anti-Verbots- Trommelfeuer der letzten Monate in Politik und Medien betrachtet, es wird vorsätzlich versagt.
Eine neo-nationalsozialistische Partei soll es in Deutschland geben dürfen, das ist die Quintessenz all dieser Aktivitäten.

Zu den historischen Verbrechen des deutschen Faschismus gehören auch die ca. 200 Toten neofaschistischer und rassistischer Verbrechen allein seit 1990. Sowie die rassistischen Mobilisierungen der letzten zwei Jahre bei denen die NPD eine wesentliche Rolle gespielt hat. Sie hat Strukturen, Ideologie und hasserfüllte Parolen zur Verfügung gestellt, was sogar noch aus Steuermitteln finanziert wird. Das macht deutlich, dass von der NPD Gefahr ausgeht, unabhängig davon, ob sie in Parlamenten sitzt oder nicht. Die NPD hat immer noch eine Scharnierfunktion zwischen diversen rechtsradikalen Gruppierungen, wie Freien Kameradschaften, Autonomen Nationalisten bis hin zu Rockerbanden.

Dass der erste Verbotsantrag der NPD abgewiesen wurde, war noch nachvollziehbar. Es wurde bemängelt, dass er sich wesentlich auf Aussagen von Spitzeln über andere Spitzel Verfassungsschutzes stützte. Außerdem waren die Leitungsgremien der NPD so von Spitzeln durchsetzt, dass zwischen Staatshandeln und Parteihandeln nicht ausreichend unterschieden werden konnte.

Der zweite Verbotsantrag war wichtig um die NPD zu schwächen. Mit dem dadurch erzwungenen Abzug der Spitzel aus der NPD ist sie fast zusammengebrochen. Das wird verständlich, wenn man bedenkt, das ca. 10% der Mitglieder für den Verfassungsschutz arbeiteten, d.h. die meisten Aktiven. Die Aktivitäten der demokratischen Kräfte hat die NPD dann so weit geschwächt, dass sie fast bedeutungslos erscheint. Aber es gab auch schon vorher Höhen und Tiefen dieser Partei.

Nicht nachvollziehbar

Dass der zweite Verbotsantrag abgewiesen wurde ist allerdings nicht nachvollziehbar. Einstimmig habe der Senat zwar entschieden, dass die NPD eine Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, verfassungsfeindlich und punktuell gefährlich für die Demokratie sei. Etwaige Straftaten, die Parteikader oder deren Mitglieder und Sympathisanten begingen etwa Bedrohungen von Vertretern anderer Parteien auf kommunaler Ebene oder Angriffe auf Migranten – seien ein Fall für das Strafrecht, für Ermittlungsbehörden und Strafgerichte. Auf Einschüchterung und Bedrohung sowie den Aufbau von Gewaltpotentialen müsse mit den Mitteln des präventiven Polizeirechts und des repressiven Strafrechts rechtzeitig und umfassend reagiert werden, um die Freiheit des politischen Prozesses ebenso wie einzelne vom Verhalten der NPD Betroffene wirkungsvoll zu schützen. Die Bedeutung der Partei erreiche indes nicht die Schwelle, die für ein Verbot notwendig sei.

Wie wirkungsvoll der Staat die Opfer neonazistische Gewalt schützt haben die Morde des NSU gezeigt. Da fragt man sich auch, wann denn eine neonazistische Partei verboten werden soll? Wenn sie so stark ist, dass ein Verbot unwirksam ist oder wenn sie an der Regierung ist?

Mit diesem Urteil wurde vorsätzlich darauf verzichtet, dem völkischen Nationalismus wie er auch durch die AfD vertreten wird, einen Riegel vorzuschieben. Dieses Urteil ermuntert alle Rechtsradikalen zu weiteren Straftaten und gibt der NPD Narrenfreiheit.

Die VVN-BdA wird sich weiterhin den Rechtsextremisten entgegenstellen, denn unabhängig vom Nicht-Verbot der NPD setzt die AfD bereits in vielen Regionen des Landes die Pläne der NPD um. Außerdem hat das Bundesverfassungsgericht eine Anleitung zur Umgehung eines Verbots geliefert: Schon jetzt schicken sich Splitterparteien wie der „III. Weg“ an, in die Fußstapfen der NPD zu treten. Diverse regionale Kleinparteien können sehr viel Terror verbreiten, da sie aber einzeln zu klein sind werden sie nicht verboten. Oder die Neue Rechte, die intellektuell ausgerichtet ist und mit ihrem braunen Gedankengut „verschleiert“ daherkommt. Sie haben Querverbindungen ins konservative Spektrum und bauen sie aus.

Man sollte auch einen anderen wichtigen Aspekt nicht vergessen:
Es ist die Kernkompetenz von Nazis und anderen Rechtsradikalen; linke Positionen demagogisch aufzunehmen um sie ins Gegenteil zu verkehren. Deshalb werden wir alle sog. Querfrontstrategien und Anbiederungen und Gleichsetzungen entschieden zurückweisen.

Es bleibt dabei: Faschismus gehört verboten, weil er keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen. Die NPD hat, ebenso wie andere faschistische Gruppierungen keinen Anspruch auf Legalität.
An dieser Lehre der Geschichte halten wir fest.

Veranstaltung fällt aus! Klare Kante! Der Herausforderung,Rechtspopulismus begegnen!

18:30 Begrüßung, Eröffnung Frank Hornschu, Regionsgeschäftsführer der DGB Region KERN und DGB-Vorsitzender in der Kiel Region 18:40 Der Herausforderung Rechtspopulismus begegnen! Prof. Fabian Virchow, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften an der Hochschule Düsseldorf 19:10 Diskussion und Aussprache unter der Gesprächsleitung von Frank Hornschu mit Prof. Fabian Virchow und allen Teilnehmer/innen 20:00 Ende der Veranstaltung Klare Kante! Zu den bevorstehenden Wahlen in Land und Bund bieten der DGB und seine Gewerkschaften diese Veranstaltungsreihe an. Ziel: Uns in der Argumentation gegenseitig stärken. Dem aggressiven Rassismus, Rechtspopulismus und der natio-nalistischen Spaltung wollen wir den institutionalisierten Ein-fluss auf politische Entscheidungen entziehen! Von Anfang an lässt sich die Haltung der Gewerkschaftsbewe-gung in „solidarisch – demokratisch – gerecht – weltoffen“ zusammenfassen. Diese Stichworte bilden die Grundlage für Gute Bildung, Gute Arbeit, ein Gutes Leben für alle und eine Gute Rente im wohlverdienten Ruhestand. Sie sind unsere Kriterien, die gelten, wenn wir zu den Wahlen gehen. Wir werden uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Wir wis-sen: Solidarität gibt Kraft und Stärke. Sie war, ist und wird immer die richtige Antwort auf all die Herausforderungen der Globalisierung, Digitalisierung, Klimaveränderung und ja letzt-lich von Krieg und Frieden vor Ort und weltweit sein und blei-ben. Solidarität, Demokratie, Gerechtigkeit und Weltoffenheit sind auch die zentralen Ansätze zur Überwindung der Demokratie-krise, in der wir – unser Land, unser Kontinent, unsere Welt – stecken. Gerade wir können den Hoffnungen Vieler Rechnung tragen, indem wir konsequent unser Handeln an diese unsere Grundhaltung, auch und gerade in Zeiten des rasanten Wan-dels, ausrichten und gemeinsam dafür werben. Konkret bedeutet dies, dass wir uneingeschränkt die Angebote zu Guter Bildung, zu Guter Arbeit, zu einem Guten Leben für alle Menschen und zu einer Guten Rente im wohlverdienten Ruhestand zu den anstehenden Wahlen nutzen werden, weil sie Perspektiven und Zuversicht schaffen. Frank Hornschu DGB Region KERN Regionsgeschäftsführer

Klimapolitik der AfD

Am 31. Januar 2017 kommt der Soziologe Andreas Kemper zu uns nach Kiel um mit uns, unter anderem, über die Klimapolitik der AfD zu sprechen.

Die Positionen der AfD zum Thema Klimwandel: menschengemachte globale Erwärmung wird geleugnet, Klimapolitik schränke wirtschaftliche Freiheit ein. Daher soll das EEG ersatzlos abgeschafft werden, Klimaschutzorganisationen nicht mehr gefördert werden und die „Stigmatisierung des CO2 als Schadstoff“ beendet werden (denn CO2 trage schließlich zum Pflanzenwachstum bei und sorge so für globale Ernährungssicherheit!!1!!!11!!!).

Zum Vortragenden: Andreas Kemper beobachtet die AfD seit ihrer Entstehung und hat verschiedene Expertisen (u.a. zum Geschlechterbild der AfD und zur faschistischen Ideologie Björn Höckes) verfasst. Manche davon findet mensch unter: andreaskemper.org

Dies ist eine Veranstaltung von TKKG Turboklimakampfgruppe Kiel

Aktionskonferenz Aufstehen gegen Rassismus Schleswig-Holstein

10:00 Uhr: Begrüßung

10:30 Uhr: Diskussion – Markenkerne der AfD

mit Melanie Groß, Vassilis Tsianos, Maike Zimmermann

12:00 Uhr: Workshopphase I
            
– Wahlkampfaktionen: Strategien zum Umgang mit rechten Aktionen im Wahlkampf
– Regionale Vernetzung: lokale Kämpfe regional verbinden
– Recherche zum AfD Wahlkampf: Konzepterarbeitung für einen Watchblog
– Argumentationstraining: rechten Parolen inhaltlich fundiert widersprechen
– Aufstehen gegen Rassismus im Betrieb – Position am Arbeitsplatz beziehen
– Counter-Hate-Speech: rechter Hetze im Netz begegnen
– Materialien und Informationen: Wie erreichen wir ein Flächenland?

13:30 Uhr: Mittagspause

14:30 Uhr: Workshopphase II

16:00 Uhr: Pause

16:30 Uhr: Plenum – Vorstellung der Ergebnisse

18:00 Uhr: Pause

18:30 Uhr: Plenum – Gemeinsame Resolution

 

Wir Bitten euch diese Einladung an eure Freund_innen und Bekannten weiterzuleiten und im Rahmen eurer Möglichkeiten zu bewerben.

Um die Aktionskonferenz noch besser Planen können, bitten wir euch nach Möglichkeit um eine Anmeldung unter  https://www.agr-sh.de/anmeldung/

Für alles weiter sind wir für euch unter den unten angegebenen Kontaktdaten erreichbar.

Wir sehen uns im Februar!

Veranstaltungort:
CAU Kiel, Gebäude OS75
Olshausenstr. 75
24118 Kiel

Diskussion: Zum Aufstieg und aktueller Stärke der AfD

mit Tanya Zorn, Lothar Galow-Bergemann, Sebastian Friedrich, Peter Birke, Maike Zimmermann

Auftakt der Aktionskonferenz Aufstehen gegen Rassismus Schleswig-Holstein.

JIDDISCH GEGEN RECHTS mit neuem und altem jüdischen Folk gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus

Eigens für Sonntag 12.02.2017 hat Stella’s Morgenstern Musiker eingeladen, um mit einem einmaligen Konzert an die traditionelle Musik der osteuropäischen Juden zu erinnern und die Bandbreite neuer jüdischer Musik aufzuzeigen.

Unter dem Motto „Mahnung“ präsentieren „Polina und Merlin Shepherd“ (Brighton/UK) und „Stella’s Morgenstern“ (Hamburg/Israel) in einer persönlichen Auswahltraditionelle und neue jüdische Kompositionen gegen Rechtsradikalismus und Antisemitismus.

Als verfolgte Minderheit sind Juden besonders sensibilisiert, wenn es um Verfolgung, Flucht oder Diskriminierung geht. Antisemitismus gilt wieder als salonfähig, Rechtspopulisten haben Zulauf.

Traditionelle jiddische Friedenslieder und Protestsongs, die von ihrer Aktualität nichts eingebüßt haben, setzen Stella’s Morgenstern und die Shepherds Ausgrenzung und Verfolgung entgegen.

Darunter mischen die Musiker ihre eigenen Kompositionen, mit denen siejüdische Volksmusik lebendig halten und die Tradition fortführen möchten

Polina und Merlin Shepherd schöpfen tief aus der Tradition jüdischer Musik. Sie kreieren eine Spiritualität, die sie außerhalb von Synagogen mit ihren Zuhörern teilen. Dabei gelingt diesen exzellenten Musikern, selbst überzeugte Agnostiker mit ihrer spirituellen Magie in den Bann zu ziehen, etwa mit Bezügen auf die Schöpfungsgeschichte oder ihrer jiddischen Version des Hohelieds.

Beide zählen zu den führenden Musikern, die osteuropäische jiddisch-jüdische Musik in ihrer ursprünglichen Stilistik wieder aufleben lassen. In ihrer Musik vereinen sie westliche jüdische Lebensart mit der Welt des untergegangenen osteuropäischen Shtetls zu einer spannungsgeladenen Melange und erreichen so ein neues Verständnis musikalisch gelebter Yiddishkayt.

Stella’s Morgenstern“ – Beautiful Songs – New & Old Jewish Folk spielt neue und alte jüdische Volksmusik mit unverkennbar orientalisch-anglo-sächsischen Einflüssen auf Hebräisch, Jiddisch, Englisch und Deutsch. Die meisten Lieder stammen aus der Feder des Tel Aviver Künstlers Merose, der seit 40 Jahren zwischen Hamburg und Tel Aviv pendelt.

Stella’s Morgenstern“ verbindet unterschiedlichste musikalische Stile auf verschiedenen Instrumenten wie Gitarren, Lautengitarre, Ukulele, Indisches Harmonium, Autoharp, Banjo,

Shruti-Box oder Cello.

Für diesen Abend finden sich 4 Musiker aus 2 Ensembles zusammen, die sich seit langem intensiv mit jüdisch-jiddischen Musiktraditionen befassen:

Polina Shepherd, geboren im sibirischen Tomsk, studierte am renommierten Kasan-Konservatorium Gesang. Sie ist spezialisiert auf komplexe Vokal-Techniken, die neben dem Schwerpunkt der Liedinterpretation auch auf die stimmliche Reproduktion instrumentaler Ornamentierungen in kantoraler Musik und im Klezmer ausgerichtet sind.

Die sibirische Sängerin hat sich mit ihren russischen und jiddischen Lied-Interpretationen internationales Ansehen erworben. Ihr Markenzeichen ist eine explosive Mischung aus kraftvollen Rhythmen und ergreifenden Melodien, die die Stimmakrobatin von der sibirischen Heimat ins britische Brighton mitgenommen hat.

Merlin Shepherd ist international anerkannter Musiker, Komponist und Dozent. Er konzipierte eine individuelle Unterrichts-Methode, die auf orales Musikverständnis setzt, also das Musizieren nach Gehör. Seine Methode haben viele renommierten Pädagogen übernommen. Er war musikalischer Leiter des Royal National Theatre, der Royal Shakespeare Company und des Shakespeare’s Globe Theatre in London.

Stella Jürgensen (Gesang, Autoharp, Ukulele, Flöte) hat sich auf jiddische und hebräische Volkslieder spezialisiert. Markenzeichen ist ihre tiefe Altstimme, die sie narrativ einsetzt.

Mit „Stella’s Morgenstern“ ist sie im In- und Ausland unterwegs, konzertierte u.a. in Israel und den Festivals Klezmore/Wien und Yiddish Summer in Weimar.

Sie ist außerdem Moderatorin und Sprecherin für TV- und Radio-Produktionen (u.a. für die Tagesschau in der ARD) und als Moderatorin spezialisiert auf hebräische Literatur. Sie organisiert Konzert-Reihen zu jiddischer Musik.

Andreas Hecht (Gesang, Gitarren, Banjo, Lautengitarre, Perkussion) studierte klassische Gitarre

in Hamburg und spezialisierte sich zunächst auf Flamenco und spanisch-orientalische Genres. Später widmete er sich der Musik Lateinamerikas und tourte jahrzehntelang mit der chilenischen Sängerin Patricia Salas.

Ihn zeichnet seine Vielseitigkeit aus, die er exzellent mit seiner klassischen Spieltechnik zu verbinden weiß.

Zahlreiche Konzerte, Rundfunk- und CD-Aufnahmen zeugen von seinem enormen Erfahrungsschatz.

Unterstütz wird das Konzert von der „Auslandsgesellschaft Deutschland“, dem „Runden Tisch für Toleranz und Demokratie Neumünster“ und der „Ev. Luth. Vicelinkirchengemeinde“

Frauen im Konzentrationslager – Holocaust-Gedenken 2017 in Wedel

„Erinnere Dich an die Kraft, die wir uns gegenseitig gaben!“
Frauen im Konzentrationslager

Holocaust-Gedenken 2017 in Wedel

Mittwoch, 25. Januar 2017, 19:00 Uhr
Stadtbücherei Wedel, Rosengarten 6
Eintritt: 4 €, ermäßigt 1,50 €

Karin Heddinga und Ulrike Jensen, Historikerinnen und Pädagoginnen an der
KZ-Gedenkstätte Neuengamme berichten über die spezifische Situation von Frauen in Konzentrationslagern sowie in den Frauenaußenlagern von Neuengamme in Hamburg und Wedel.
Die Situation weiblicher KZ-Häftlinge, ihre spezifischen Probleme und Überlebens-strategien im Lager sowie ihr Leben nach dem „Überleben“ stehen im Mittelpunkt des Vortrages. Zudem kommen in Form einer Lesung die betroffenen Frauen selbst zu Wort. Sie schildern sexualisierte Gewalt durch Wachpersonal, den Verlust ihrer Weiblichkeit durch Hunger und entwürdigende Behandlung, aber auch den engen Zusammenhalt der so genannten „Lagerschwestern“, ihre spezifischen Überlebensstrategien und ihr Leben nach der Befreiung.
Vortrag und Lesung werden musikalisch umrahmt durch „Stella`s Morgenstern“ mit New & Old Jewish Folk. Neben den eigenen „Beautiful Songs“ aus der Feder des Tel Aviver Künstlers prof*merose trägt das Duo Stella Jürgensen (Sängerin) und Andreas Hecht (Gitarrist) auch Lieder jüdischer Komponistinnen vor, traditionelle Balladen, jiddische Protestsongs und Lieder aus dem Widerstand wie „Shik mir a shtral“ (trad.), „Yorn kumen“ (Beyle Schaechter-Gottesman).

In einer Pause kann eine Ausstellung zu der Thematik besichtigt werden. Es werden auch Getränke angeboten.

 

Es laden ein:
„Arbeitskreis der Stadt Wedel gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit“
„Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten“ in Wedel

Veranstaltungsreihe „erinnern um zu lernen — gedenken um zu verändern“

Abschluss der Ausstellung in der Nikolaikirche
Nikolaikirche zu Flensburg Grußwort der Ministerin für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein, Anke Spoorendonk;
Tanztheater unter der Leitung von Stela Korljan

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